Ginger

»Du bist eine kleine Hexe, weißt du das, beim besten Willen keine Fee.«

»Das haben meine Eltern auch sehr schnell gemerkt, sie haben mich nie Fee genannt. Abgesehen davon, hast du meinen Namen falsch verstanden, er hat nämlich nichts mit dem Fabelwesen zu tun.« Ben sieht mich verwirrt an. »Fee kommt von Felicitas. Es bedeutet Glück.«

»Wie haben sie dich denn gerufen?«

»Ginger.«

Jetzt bin ich traurig. Seit über fünf Jahren hat mich niemand mehr so genannt. Dabei ist das der Name, bei dem ich mich heimisch fühle, der mir das Gefühl gibt zu Hause, geborgen und geliebt zu sein.

Ich heiße Fee

Gerade habe ich zu hören bekommen, dass das ein bescheuerter Name ist, aber meine Hippie-Eltern haben ihn mir nun mal gegeben.
Normalerweise trage ich ja mein Herz auf der Zunge und kann mich schlecht beherrschen. Aber leider wohne ich aktuell bei dem Typen, der meinen Namen runtermacht, und bin auf sein Wohlwollen angewiesen.

Ich bin Ben

In den letzten Monaten habe ich nicht viel geredet. Was auch seinen guten Grund hat, wenn man bedenkt, was ich gerade gesagt habe.
Zu meiner Verteidigung muss ich anbringen, dass dieses Mädchen neben mir so schön ist, dass es verboten gehört. So schön, dass das Hirn von jedem Mann einfach aussetzen muss.

Fee ist auf den ersten Blick all das, was Ben an Frauen aufrichtig verabscheut. Selbstbewusst, fröhlich, sexy und zum Niederknien schön.
Genau das, was Ben selber nicht ist.
Er braucht nicht lange, um sie aus seinem Leben zu vertreiben, nur um dann festzustellen, dass er sie damit echt in Schwierigkeiten gebracht hat.

Während Ben nun verzweifelt versucht, seinen Fehler geradezubiegen, geschieht genau das, was er um jeden Preis verhindern wollte. Denn Bens Gefühle sind auch ohne Fee schon am Boden zerstört.

Leserstimmen:

»Ginger« ist eine etwas andere Liebesgeschichte mit authentischen Protagonisten, in die man sich verlieben muss: Abseits der Bad-boy-good-girl-Schiene und mit jeder Menge Witz!

Blick hinter die Kulissen

Die Geschichte spukte mir schon eine Weile im Kopf herum. Und dann machte es eines Morgens BÄM und ich begann zu schreiben – es hat so ca. drei bis vier Wochen gedauert, bis sie als Rohfassung fertig war. Das war eine sehr rohe Rohfassung, kein Wunder bei dem Tempo, in dem ich Ginger geschrieben habe. Es war als wären sowohl Fee als auch Ben bei mir und hätten mir ihre Geschichte diktiert, abwechselnd aus ihrer Sicht und ohne Punkt und Komma und ohne mir auch mal eine Pause zu gönnen.

Das war – sehr intensiv!
Kein anderes Buch habe ich seitdem in so kurzer Zeit und so rastlos geschrieben.

Ginger ist also nicht nur mein Debüt – und damit von vornherein schon etwas ganz Besonderes – sondern auch eine Geschichte, die sich ganz bestimmt genauso abgespielt hat.
Oder wollt ihr mir erzählen, dass Ben und Fee nur in meinem Kopf existieren?

Wie ging es weiter?

Jeder Autor hängt an seinen Protagonisten. Vor allem bei einem Debütroman ist es nicht möglich, sich von den Menschen, die einem so ans Herz gewachsen sind, einfach so zu trennen. 
Die Geschichten von Fee und Ben war aber erzählt. Beendet … aus und vorbei … egal, wie unbedingt ich wissen wollte, wie es mit den beiden weitergeht.
Aber …

Die Geschichte von Hannah hatte gerade erst begonnen.

Und Hannah ist nun einmal nicht nur die beste Freundin von Fee, sondern zufällig eine junge Frau, die mir eine echt krasse Liebesgeschichte erzählt hat.
Zu Beginn wusste ich nicht so recht, was ich davon halten sollte. Hannah hat … ach nee, das Buch dazu gibt es ja schon längst und unter Fawn – Hannah & Jackson könnt ihr alles nachlesen!

Um eines vorwegzunehmen

Hannah ist nicht wie Fee, obwohl die beiden so gut befreundet sind (vielleicht sind sie es auch genau aus diesem Grund).
Da wo Fee manchmal zu viel Selbstbewusstsein hat, ist es bei Hannah definitiv ausbaufähig.
Auch Ben und Jackson, die männliche Hauptfigur in Fawn, haben absolut keine Ähnlichkeit miteinander.

Es erwartet euch also nicht nur eine ganz neue Geschichte, sondern vor allem andere Charaktere.
Ich habe meine Gedanken zu den Protagonisten in einem Blogbeitrag festgehalten … denn eines will ich niemals: mich langweilen!

Fee

Ich habe versucht, Ben zu verstehen. Obwohl ich keine Ahnung habe, warum er von Anfang an so abweisend zu mir war, habe ich gestern echt mit ihm gelitten, als seine Mutter ihn so bloßgestellt hat.

Aber er ist tatsächlich einfach nur ein Arsch.
Nur ein dämlicher Arsch.
Ich kann unmöglich bei ihnen wohnen bleiben.

Ben

Fee küsst mich.
Ich weiß, dass sie es nicht macht, weil sie mich küssen will. Sie macht es aus Mitleid. Kein Mann sollte aus Mitleid geküsst werden, aber es ist mir egal.

Anscheinend habe ich überhaupt keinen Stolz mehr.

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